KRAMPF
in den WADEN
Krampf in der Wade,
Wadenmuskulatur, im Wadenmuskel, Verkrampfung der Wadenmuskeln
Bei einem Mus kelkrampf handelt es sich um ein schmerzhaftes Zusammenziehen der Mus kelfasern. Dieses Zusammenziehen kann den gesamten Mus kel betreffen oder auch nur Teile davon. Manch krampft auch eine ganze Muskelgruppe. Das schmerzhafte Zusammenziehen erfolgt unwillkürlich und führt zu einer tastbaren Verhärtung.
Der Mus kelkrampf entsteht durch Hypoxie (= verminderte bis unzureichende Sauerstoffversorgung) der betroffenen Mus kulatur. Verschiedene Krankheiten können zu einer Sauerstoffunterversorgung führen.
Ein Krampf in der Wade kann mehrere Ursachen haben.
So ist ein Krampf in den Waden
(der Wadenmuskulatur) ein
typisches Symptom
(= Krankheitszeichen)
der Polyneuropathie, eine relativ häufige
Nervenerkrankung.
Eine Polyneuropat hie
tritt in der Folge oder als Symptom (= Anzeichen)
verschiedener Erkrankungen auf und stellt kein eigenständiges Leiden dar.
Die
möglichen Ursachen sind äußerst vielfältig (Griffin 1984, Ludin
1984), Gibbels (1980) nennt in einer großen Übersichtsarbeit 168
mögliche Grundkrankheiten. In der Praxis dominieren mit je einem Drittel der
Fälle die alkohol ische
und die diabet ische
Genese (=
Entstehung) (Neundörfer 1988).
In unklaren Fällen ist vor
allem an exotoxische (= von außen zugeführte Gifte)
Ursachen durch Medikamente (Vinca-Alkaloide, Nitrofurantoin u.a.m.) sowie
Gewerbegifte zu denken, daneben kommen endotoxische (=
Gifte die im Körper selbst entstehen) ((Porphyrie (=
erbliche oder erworbene Stoffwechselstörung), Urämie (=
Harnvergiftung)) und evtl.
infektiöse Ursachen (Borreliose,
Ehrlichiose nach
Zeckenbiß) in Frage.
Die Patienten klagen über brennende Dauerschmerzen im
Versorgungsgebiet peripherer (= außerhalb Rückenmark und
Gehirn verlaufender) Ner ven,
Parästhesien (=
Fehlempfindungen), Hyperästhes
ien und
Hyperpath ien (= gesteigerte Berührungsempfindlichkeiten), Druckschmerzhaftigkeit
von Ner ven und
Mus keln
(auch Wadenmuskeln) sowie evtl. über motorische (= die
Muskelfunktion betreffende) Reizerscheinungen (Cram pi ) in Form eines
Krampf es
in den Waden bzw. in der Wade (Gerstenbrand
et Rumpl 1988). Attackenförmige Schmer zen
wie bei einer Neuralgie
sind sehr selten.
Charakteristisch sind socken- bzw. handschuhförmige
Sensibilitätsstörungen (= Störungen der Empfindlichkeit). Der
brennen de Schmerzcharakter kann manchmal zur Verwechslung mit einer
Kausalgie
führen.
Mehr über die Polyneuropat hie
erfahren Sie hier
(einfach anklicken).
Auch eine
arter ielle
Durchblu
tungsstörung (=
die Schlagader betreffende
Durchblutungsstörung) kann
einen Krampf in den Waden auslösen. Die Störung kann sowohl
organisch als auch funktionell-vasospastisch (= überschießende
Verengung infolge Zusammenziehen der Gefäßmuskulatur) bedingt
sein.
Die Symptome (=
Krankheitszeichen) einer organischen
arteriellen Durchblu tungsstörung hängen vom Ausmaß der Stenosierung (=
Verengung) ab, aber auch davon, wie rasch
sich diese entwickelt, denn bei langsamem Fortschreiten können sich
Kollateralen (= Gefäße, die die
Engstelle umgehen, überbrücken) bilden.
Deshalb reicht die klinische Symptomatik von einer unbestimmten Mißempfindung
in den Be inen,
auch Kräm
pfe
u.a. in den Wadenmuskeln, über die klassische
Claudicatio
intermittens (=
"Schaufensterkrankheit")
bis zu
heftigsten akuten Schmerzen, verursacht durch eine Embolie
(= plötzlicher Verschluss eines Blutgefäßes).
Bei Belastung zunehmende Schmerzen,
Blässe und Untertemperatur der Haut, abgeschwächte oder fehlende periphere
Pulse, Neigung zu Nekrosen (= örtlicher
Gewebstod) und sono- bzw. angiographisch (=
Untersuchungen mittels bildlicher Darstellung der Blutgefäße)
nachweisbare organische Strömungshindernisse sind die charakteristischen
Merkmale.
Mehr zu diesem Thema einschließlich der Behandlung erfahren Sie hier
(einfach anklicken).
Ein Krampf in den Waden bzw. in der Wade (im Wadenmuskel) kommt als Symptom (= Krankheitszeichen) bei weiteren Krankheiten vor:
Myatrophische Lateralsklerose (ALS) und
Myelitis
Die myatrophische Lateralsklerose (amyotrophische Lateralsklerose), eine neurologische Erkrankung, ist charakterisiert durch Muskelatrophie (= Muskelschwund), auch der Wadenmuskulatur und Spastik (= stark erhöhte Muskelspannung). Die Erkrankung verläuft progredient (= fortschreitend) und ist nicht heilbar.
Bei der Myelitis handelt es sich um einen mit entzündlichen Gewebsreaktionen einhergehenden Rückenmarksprozeß. Je nach Ausmaß der Erkrankung kommt es zu einem Schmerz, auch zu einem Krampf in den Waden bzw. in der Wadenmuskulatur, Empfindungsstörungen sowie Lähmungen bis hin zur Querschnittslähmung.
Der gewöhnliche Krampf in der Wade (im Wadenmuskel) tritt bevorzugt in der Nacht auf (Cram pi nocturni) und kann sehr lästig und schmerzhaft sein, ist aber harmlos. Die Wadenmuskulatur zeigt sich bretthart. Stehen oder gehen bringt i.d.R. sofortige Erleichterung.
Medikamentöse Behandlung bei einem Krampf in der Wade (in den Waden bzw. Wadenmuskeln)
Chinin/Theophyllin (Limptar®)
Chininum sulfuricum
Chloroquinphosphat
Manchmal reicht aber bei einem Krampf in der Wade (im Wadenmuskel) auch schon die Zuführung von Magnesium, Vitamin E oder Vitamin B2 aus.
Nicht selten verschreibt der Arzt zur Behandlung eines Krampf es in den Waden Diazepam (z.B. Valium®). Wegen des enormen Suchtpotentials ist jedoch davor zu warnen, zumal dieses Medikament bei der Indikation (= Anzeige) "Krampf in der Wadenmuskulatur" eher längerfristig eingenommen wird.
Es gibt aber nicht wenige Patienten, bei denen
sich ein Krampf in der Wade (Wadenmuskulatur) als therapieresistent (= nichts
hilft) erweist.
In diesen Fällen hat sich die
therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel
bzw.
Lokalanästhetika)
in Form der
kontinuierlichen
Blockade des Nervus ischiad icus (Isch iasnerv)
mit Katheter sehr
bewährt. Dabei wird ein dünner
Kunststoffschlauch dicht an den betroffenen Ner ven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche
Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der
Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, nach Abklingen der
vorangegangenen Dosis, ein örtliches Betäubungsmittel völlig schmerzlos
nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel in den Katheter auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.
Bei dieser Methode kommt es neben
der (erwünschten) Hemmung der Nozizeption (=
Schmerzreizleitung) gleichzeitig zu einer Blockade vegetativer
(sympathischer) Faseranteile, woraus eine sehr deutliche Mehrdurchblutung
im korrespondierenden Gewebebereich (also auch in der Wad e) resultiert, die u.a.
einem Krampf in der Wadenmuskulatur (Wadenmuskeln) nachhaltig entgegenwirkt.
A
Achillodynie,
Achillessehnenentzündung,
Algodystrophie-Syndrom,
Algogenes Psychosyndrom,
Algurie,
alkoholische Polyneuropathie,
Amputation,
Analgetikakopfschmerz,
Anfall bei
Migräne,
Apoplexia, Apoplexia cerebri,
Apoplex, Armschmerz,
arterielle Durchblutungsstörungen,
arterielle
Verschlußkrankheit,
Arteriitis temporalis,
Arthritis,
Arthropathien,
Arthrose,
Arthrosen,
Arthrose im Knie,
Arthrose (in) der Schulter,
Attacke bei
Migräne, Auriculotemporalis-Syndrom,
Atypischer Gesichtsschmerz,
Aurikulotemporales Syndrom,
B
Baastrup,
Bandscheibenschaden,
Bandscheibenschmerz,
Bandscheibenprolaps,
Bandscheiben-Syndrom,
Bandscheibenvorfälle,
Bandscheibenvorwölbung,
Basilarismigräne,
Bechterew,
Beckenschmerz,
Behandlung bei
Krebsschmerz,
Behandlung bei Kopfschmerzen,
Beine-offene,
Beingeschwüre,
Beinschmerz,
Beschleunigungsverletzung,
Bing-Horton-Kopfschmerz,
Blasenentzündung,
Bouchard-Arthrose,
Borrelieninfektion,
Borreliose,
brennende Füße,
Brustschmerzen,
Brustentfernung,
Burning-feet-Syndrom,
Bursitis,
Bursitiden,
Brustwirbelsäulensyndrom
C
Carpaltunnel-Syndrom,
Calcaneodynie,
Cephalgie,
Cervicobrachialgie,
Charlin Syndrom,
Chondropathia patellae,
chronische
Sehnenscheidenentzündung,
Claudicatio intermittens,
Cluster headache,
Cluster-Kopfschmerz, Cluster-Schmerz,
Clusterschmerz,
Colitis-ulcerosa,
Colon irritable,
Clusterkopfschmerz,
Coxalgie,
Coxarthrose,
Coxitis,
craniomandibuläre
Dysfunktion, Crohn Krankheit
D
Deafferenzierungsschmerz,
Diabetische Neuropathie,
Diabetische Polyneuropathie,
Discopathie,
Discusprolaps,
Diskopathie,
Diskushernie,
Durchblutungsstörung,
E
Eagle-Syndrom,
Ehrlichiose,
Entzugskopfschmerzen,
Enzephalomyelitis, chronische
Epikondylitis,
Epicondylitis,
Epicondylopathie,
Ergotismus,
Epikondylopathie,
F
Facetten-Syndrom,
Fasziitis,
Failed-back-surgery-Syndrom,
Fersenschmerz,
Fersensporn,
Fersensporne,
Fibromyalgie (1),
Fibromyalgie (2),
Fibromyalgie (3),
Fibromyalgiesyndrom,
Fibrositis,
Frozen Shoulder,
G
Gastritis,
Gehirninfarkt, Gelenkentzündung,
Glossitis,
Glossodynie,
Golferarm,
Gonarthritis,
Gonarthrose,
Grazilis-Syndrom,
Gürtelrose
H
Haglund Ferse, chronisches
Halswirbelsäulensyndrom,
Handgelenkarthrose,
Heberdenarthrose,
Hemicrania continua,
Hemicrania,
Herpes zoster,
Herpes zoster ophthalmicus,
Herpes zoster oticus,
Hexenschuß,
Hirninfarkt,
Hörsturz,
Horton-Syndrom,
Hüftarthrose,
Humane granulozytäre Ehrlichiose,
I
Iliosakralgie,
Impingement-Syndrom,
Infektiöse
Polyneuropathie,
Insertionstendopathie,
Intercostalneuralgie,
Interkostalneuralgie,
Insult,
Ischämischer Insult,
Ischialgien,
K
Kalkaneussporn,
Kausalgie
(chronischer Schmerz
nach Nervenverletzungen),
Kieferhöhlenentzündung,
Kniearthrose,
Kolitis ulzerosa,
Komplexes regionales
Schmerzsyndrom,
Kopfschmerz vom
Spannungstyp, Kopfschmerzen
bei Migräne, Kostoklavikularsyndrom,
Koxitis,
Krampf in den Waden,
Krampf in der Wade,
kraniomandibuläre Dysfunktion,
L
Laryngeus-superior-Neuralgie,
Lendenwirbelsäulensyndrom,
Lumbago,
lumbaler Bandscheibenvorfall,
Lumbalsyndrom,
Lumboischialgie,
Lyme-Arthritis,
Lyme-Borreliose
(Erkrankung nach
Zeckenbiß),
Lymphödem,
Lymphödeme
M
Mammaamputation,
Meralgia paraesthetica,
Migräne (1),
Migräne (2),
Migräneanfälle,
Migräneanfall,
Migräneattacke,
Migräne-Attacken,
Morbus Bechterew,
M. Crohn,
Morbus Crohn,
Morbus Fabry,
Morbus Scheuermann,
Morton
Metatarsalgie,
Multiple
Sklerose,
Muskelschmerzen,
Muskelkrampf,
N
Nackenschmerzen,
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom,
Nasennebenhöhlenentzündung,
Nasoziliarneuralgie,
Neuralgie,
Neuralgie
des Glossopharyngeus, Neuralgien,
Neuralgie-postzosterische,
Neuronitis,
O
Ohrenschmerz,
Offene Beine,
Okzipitalneuralgie,
Omarthritis,
Omarthrose,
Orofazialer Schmerz,
Osteomyelitis,
Osteoporose,
P
Paroxysmale Hemikranie,
pAVK,
Peitschenschlagsyndrom,
Periarthritis
humeroscapularis,
Periostitis,
Periphere arterielle
Verschlußkrankheit,
Piriformissyndrom,
Plexusausriß,
Plexusneuritis,
Plantarfasciitis,
Polyneuropathie,
Polyneuropathien,
Postlaminektomie-Syndrom,
Postthorakotomie-Syndrom,
Postthrombotisches Syndrom,
Posttraumatischer
Kopfschmerz,
Postzosterische Neuralgie,
Postzoster-Neuralgie,
Psoriasis-Arthritis,
Psychologische
Schmerzbehandlung,
Q
Querschnittsyndrom
R
Radikuläres Syndrom,
Raucherbein,
Raucherbeine,
Raynaud Krankheit,
Reflexdystrophie,
Reizcolon,
Reizdarm,
Reizdarmsyndrom,
Restless legs,
Restless-legs-Syndrom,
Rhizarthrose,
Rückenschmerz,
S
Sakroileitis,
Sapho-Syndrom,
Schaufensterkrankheit,
Scheuermann Krankheit,
Schiefhals,
Schlaganfall,
Schienbeinschmerzen,
Schleuderverletzung,
Schleimbeutelentzündungen,
Schleudertrauma,
Schmerz und Depressionen,
Schmerz bei Gürtelrose /
Schmerz nach Gürtelrose,
Schmerzmittel-Kopfschmerz,
Schultergelenkentzündung,
Schulterarthrose,
Schulter-Hand-Syndrom,
Schulterschmerz,
Schultersteife,
Sehnenscheidenentzündung,
Sehnenentzündungen,
Sinusitis,
Skoliose,
Sluder-Neuralgie,
somatoforme Schmerzstörung,
somatoforme Schmerzstörungen,
Spinalkanalstenose,
Spinalstenose,
Spondylarthritis,
Spondylarthritis ankylopoetica,
Spondylarthrose,
Spondylitis,
Spondylitis
ankylosans,
Spondylolisthese,
Spondylolyse,
Spondylosis deformans,
Sprunggelenkarthrose,
Steife Schulter,
Stenose im
Spinalkanal,
Stirnhöhlenentzündung,
Stirnkopfschmerz,
Streß und Schmerz,
Stumpfschmerzen,
Sudeck Dystrophie,
Sulcus-ulnaris-syndrom,
SUNCT-Syndrom,
Supinatortunnelsyndrom,
sympathische
Reflexdystrophie,
Syndrom des
Scalenus, Synovitis,
Syndrom des
Carpaltunnel, Syringomyelie
T
Tarsaltunnelsyndrom,
Temporomandibuläre
Dysfunktion,
Tendinitis,
Tendomyose,
Tendosynovitis,
Tennisellenbogen,
Tenosynovialitis,
Thalamusschmerz,
Thoracic-outlet-Syndrom,
thorakaler Bandscheibenvorfall,
Thrombangitis,
Tibialis anterior-Syndrom,
Tinnitus
(Ohrgeräusche),
Tortikollis,
toxische
Polyneuropathie,
U
Ulcera cruris,
Ulcus cruris,
unruhige Beine,
Unkovertebralarthrose,
Unterleibschmerz,
V
Vulvodynie,
Verschlußkrankheit-arterielle,
Vulvodynia
W
Wartenberg-Syndrom,
Weichteilrheuma,
Z
Zeckenbiß,
Zeckenborreliose,
zervikaler Bandscheibenvorfall,
chronisches Zervikalsyndrom,
Zervikobrachialsyndrom,
Zervikogener Kopfschmerz,
Zervikozephalgie,
Zosterneuralgie,
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www.norderney-insel-hotel.de/norderney-hotel
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